Frauenzentrum Laatzen Informationen
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Geschichte

1986

1986 gründeten 4 Frauen gemeinsam die Fraueninitiative in Laatzen. Sie trafen sich regelmäßig in privaten Raumen.
Mit einer Podiumsdisskussion mit PolitikerInnen zum Thema „Was versprechen die Laatzener Parteien den Frauen?“ traten sie kurz vor der Kommunalwahl das erste Mal an die Öffentlichkeit.
Schnell entstanden Forderungen nach einer Frauenbeauftragten für Laatzen, einem Frauennachttaxi und einem Frauenzentrum. Es folgten die Entwicklung einer Konzeption für die Stelle einer Frauenbeauftragten, eine Unterschriftenaktion im Leine Einkaufszentrum zur Einrichtung von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren und zur Einrichtung eines Frauenzentrums.

1988

1988 wurden die ersten, zu Beginn noch selbstfinanzierten Räume, in der Eichstraße angemietet und der Trägerverein Fraueninitiative Laatzen e.V. wurde gegründet.

Es gabt bereits wöchentliche Treffen der Fraueninitiative, die Mädchengruppe „Lila Lottas“, einen Gesprächskreis „Mein Kind ist anders“ von und mit Frauen mit behinderten Kindern, einen „Baby-Treff“ für Frauen mit „ganz kleinen“ Kindern und die monatlichen Frauenkneipenabende. Das erstemal stellte das Frauenzentrum eine Forderung an die Stadt Laatzen, das Projekt mit 500 DM im Monat zu fördern.

1989

1989 wurde dann das erste Veranstaltungsprogramm des neuen Zentrums gestaltet. Außerdem gründete sich der Beirat, der die Arbeit des Vereins unterstützen sollte.
In den nächsten Jahren wurden weitere Gruppen gegründet, u.a die „Aktive 55er“ die bis heute besteht. Die Veranstaltungsreihe zum Thema „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen“ wird umgesetzt, eine erste ABM Stelle zur Einrichtung des Notruftelefons besetzt, welches durch eine Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen unterstützt wurde.

1992

1992 wurde die bis heute tätige Mitarbeiterin Susanne Schütte eingestellt, die zunächst das 2. ABM-Jahr übernahm.
Um der Beratungsarbeit, die in dieser Zeit sehr professionalisiert wurde, ein Profil zu geben, wurde der Verein „Donna Clara Beratungsstelle für Frauen und Mädchen in Gewaltsituationen e.V.“ gegründet, erste Landesmittel beantragt und Verhandlungen mit der Stadt Laatzen um die Gegenfinanzierung einer festen Stelle erfolgreich geführt.

1994

1994 konnte die erste feste Stelle (30 Std/Wo) mit Stadt- und Landesmitteln eingerichtet werden. Die Region finanzierte ergänzend nötige Sachmittel für z.B. Beratungshonorare. In dieser Zeit fand eine intensive Beteiligung am Frauenstreiktag am internationalen Frauentag statt, und organisierten die Frauen zum Frauenstreiktag eine Fahrt zur Demonstration nach Bonn. Dann drehten Laatzener Frauen zwischen 17 und 54 Jahren das Video „Wie es ihr gefällt – Frauenleben in Laatzen“ und der erste Umzug auf das Gelände der alten Zuckerfabrik in Rethen stand an.

1995

1995 verstärkte eine Sozialarbeiterin das haupt- und ehrenamtliche Team in dem Sie ihr Berufspraktikum als im Frauenzentrum absolvierte. Die Frauenzentrumsräume sollen abgerissen werden und das Frauenzentrum zog nach nur gut einem Jahr in die Hildesheimer Straße 345 – Hintereingang.
In den nächsten Jahren wurde das Bundesweite Notruftreffen in Laatzen organisiert, und das 10 Jährige Bestehen der Fraueninitiative Laatzen e.V. gefeiert, die „55erinnen“ initiierten eine offene Themenreihe und nahmen Kontakt zum Frauenzentrum in Eisenach auf.

1999

1999 startete die erste Sozialpolitische Reihe für Frauen im Frauenzentrum Laatzen in Zusammenarbeit mit der Heinrich- Böll-Stiftung Niedersachsen. Gut 10 Veranstaltungen zu sozial- und frauenpolitischen Themen, darunter Lesungen, Vorträge, Filmvorführungen, Seminare und Exkursionen, machen den Anfang. Bis heute wurden in diesem Rahmen mehr als 120 Veranstaltungen durchgeführt.
In den nächsten Jahren etablierte sich im Frauenzentrum unter Federführung des Frauenbüros der Stadt Laatzen eine Gruppe für Migrantinnen, die sich bis heute trifft, Donna Clara beteiligte sich an der Gründung eines Bundesverbandes der Frauenberatungsstellen in Erfurt, die Ausstellung „Starke Frauen“ in der auch 2 Frauen aus dem Umkreis des Frauenzentrums portraitiert werden, wurde eröffnet und ein Gruppenangebote zu beruflichen Perspektiven vorbereitet, wozu es eine Podiumsveranstaltung mit Existenzgründerinnen gab.

2005

2005 feierte die Fraueninitiative Laatzen (Gründerin des Frauenzentrums) ihr 20jähriges Jubiläum und richtet mit der Donna Clara Beratungsstelle einem Frauenkongress zu den Themen „Frauenbewegung – Generationen – Internationale Frauenbewegung“ aus .

2006

2006 kam es zum Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen den Trägern der Beratungs- und Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt (BISS) im Gebiet der Polizeiinspektion Burgdorf und Garbsen, zwischen dem Frauennotruf Langenhagen, der AWO Region Hannover und der Donna Clara Beratungsstelle. Donna Clara übernimmt die Erstintervention nach Polizeieinsatz nach Häuslicher Gewalt in Laatzen. Eine weitere Mitarbeiterin wurde eingestellt und übernahm mit zunächst nur 10 Wochenstunden die Erstintervention bei häuslicher Gewalt. In diesem Rahmen trat Donna Clara an den Präventionsrat Laatzen heran und regte an, eine AG gegen Häusliche Gewalt zu gründen.

2007

2007 bewilligte das Land Niedersachsen durch eine Richtlinienänderung eine Aufstockung der Personalkosten bei kleinen Beratungsstellen, so konnten weitere 10 Stunden für die Allgemeine Frauenberatung u.a. für nachgehende Beratung im Zusammenhang mit der Erstintervention (BISS) genutzt werden. Für diese Arbeit erhielt die Donna Clara Beratungsstelle nach Verhandlungen mit der Stadt Laatzen eine Aufstockung der Mittel um weitere 10 Wochenstunden zur Bewältigung der Erstintervention bei häuslicher Gewalt. In gemeinsamer Aktion mit der AG „Gegen Häusliche Gewalt in Laatzen“ wurde die Ausstellung „Gegen Gewalt in Paarbeziehungen“ mit einem interessanten Begleitprogramm initiiert.

Seit 2007

Seit 2007 ist die Donna Clara Beratungsstelle mit zwei Teilzeitstellen (jeweils 30 Std.) für die allgemeine Beratung und die Interventionsarbeit nach Häuslicher Gewalt besetzt.
Immer wieder werden öffentliche Aktionen, wie z.B. eine Plakatkampagne gegen Häusliche Gewalt oder die Ausstellung „Echt fair“ durchgeführt. Ebenso gibt es, durch öffentliche Mittel geförderte Projekte wie z.B. ein Fahrradprojekt, in dem erwachsene Frauen das Fahrradfahren erlernen und immer wieder Gruppen, die zum Teil durch die LEB gefördert werden.
So wurden beispielsweise in 2011 eine Literaturgruppe und eine Agenda21 Gruppe gegründet.